| Manchmal
ist das Dressurreiten ein echtes Geduldsspiel. Hat man die eine Sache
gerade im Griff oder hat man das angenehme Gefühl, alles läuft prima,
kündigt sich schon das nächste Problem an. Wie soll man das jetzt
wieder lösen? Wenn Sie verstehen, warum etwas falsch läuft, ist es
leichter, etwas daran zu ändern. Dies setzt jedoch voraus, dass Sie
fühlen können, was unter Ihnen geschieht und dass Sie das Pferd nicht
behindern. Genau aus diesem Grund ist der richtige Sitz des Reiters so
wichtig. Aufgrund seines Körperbaus ist der Mensch von Natur aus
eigentlich nicht für das Reiten geeignet. Es kostet ihn große Mühe,
diesen richtigen Sitz zu erlernen und vor allem, diesen beizubehalten,
besonders dann, wenn es mit dem Reiten nicht so klappt, wie man es
möchte. Ohne den richtigen Sitz ist es nämlich viel schwieriger,
reiterliche Probleme zu lösen. Dann arbeitet man gegen das Pferd.
Wenn
etwas nicht gelingt, bekommt oft das Pferd die Schuld. Dabei hat es
sich bestimmt nicht vorgenommen, Ihnen den Tag zu verderben. Pferde
teilen sich nicht mit Worten sondern mit subtilen Gesten und
Berührungen mit. Möchten Sie dem Pferd während des Reitens etwas
vermitteln, müssen Sie sich mit seiner Sprache vertraut machen. Das
Pferd will wirklich alles tun, was Sie von ihm verlangen, aber es muss
verstehen, was Sie von ihm wollen.Also
müssen Sie ihm die richtigen Signale geben. Nicht zu viele auf einmal,
denn das ist verwirrend, und auch nicht zu schnell oder zum falschen
Zeitpunkt, denn dann erschrickt es sich. Das gute Gefühl, das man als
Reiter immer anstrebt, ist die Harmonie zwischen Ihnen und Ihrem Pferd,
bei der Sie einander begreifen und ein Gespür für einander entwickeln.
Um das zu erreichen, müssen Sie Ihr Bestes geben, alles richtig zu
machen.
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