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Wer sich für die klassische Reitkunst interessiert, wer die
Ethik, von der sie erfüllt ist, begreifen will, wird dieses Buch mit
Begeisterung lesen und manches mit neuen Augen sehen, so urteilte Dr. Reiner
Klimke über das Buch von Charles de Kunffy. Ein tolles Buch zum selber lesen
oder verschenken. Mit einem Vorwort von Dr. G. Heuschmann.
Herr Charles de Kunffy ist aufgrund seiner Lebensgeschichte
einer der letzten direkten Vertreter einer Klassik, die ihren Ursprung in der
Militärreiterei des vorletzten und letzten Jahrhunderts hat.
In seinem ideologischen Mittelpunkt steht das Wohl des
Pferdes mit all seinen psychischen und physischen Bedürfnissen.
Diese Reit- und Ausbildungsphilosophie begründet sich auf
einem sehr hoch entwickelten intellektuellen und kulturellen Hintergrund.
Der Begriff „Reitkunst“ entsteht auf der Grundlage des
Selbstverständnisses dieser Generation.
So war der Wettkampf auf Turnieren wichtig und nahm in
dieser Zeit seinen Anfang. Trotzdem wurde geritten um des Reitens Willen. Der
Wettkampf kam an zweiter Stelle.
Reiten war vor 100 Jahren noch einer privilegierten
Schicht vorbehalten.
Einerseits ist die aktuelle Entwicklung hin zu einem
Breiten-„sport“ erfreulich, denn nur die Vielzahl der Reiter ermöglicht die
facettenreiche Entwicklung der Pferde-und Reiterwelt.
Die große Zahl der Reiter jedoch, senkt das
durchschnittliche Bildungsniveau erheblich ab.
Traditionelles Wissen geht verloren.
Alte Prinzipien werden vergessen und ökonomische Aspekte
treten in den Vordergrund.
Der Reitsport ist geboren.
Traditionelle Überlieferungen, die in den letzten
Jahrhunderten die Reitkunst zum Leben erweckten sind in den Hintergrund
geraten.
Werke wie dieses, die das aussterbende Wissen und die
geisteswissenschaftliche Hintergründe am Leben erhalten, können
nicht genug verbreitet werden.
Es möge eine Zeit kommen die uns wieder Reitkunst auf dem
höchsten Niveau auch im Turniersport präsentiert.
Entsprechende
Vorbilder könnten den größten positiven Einfluss auf unsere reitende Jugend
haben
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