Angelika Frömming Auf der Suche nach dem richtigen Ausbildungsweg für Reiter und Pferd kam
es im Verlauf der Jahrhunderte zu Meinungsstreitigkeiten sowohl
zwischen der akademischen und der militärischen Reiterei als auch
innerhalb der Interessensgruppen. Im vorliegenden Buch wird gezeigt, wie
immer wieder neue Wege gesucht wurden, um den Gehorsam, die Rittigkeit
und die Versammlung der Pferde zu verbessern und gleichzeitig den
Raumgewinn und die Schnelligkeit der Pferde zu fördern.Das Buch zeigt, dass neue Erkenntnisse ein System überlieferter und
bewährter Grundsätze bereichern und modernisieren. Dabei stand und steht
das Wohl des Pferdes im zunehmenden Maße im Vordergrund, trotz aller
Bemühungen um Medaillen und Einschaltquoten.
Massenrekrutierungen, fehlende finanzielle Mittel, unklar formulierte
Reitlehren und mitunter irreführende Reitinstruktionen führten zu
Fehlentwicklungen. Unnatürliche, spektakuläre Bewegungsabläufe fanden im
Zirkus Bewunderer.
Das Ausbildungssystem der H.Dv.12 von 1937 gab entscheidende Impulse für
die Ausbildung von Reiter und Pferd. Die Schilderung der ersten
Turniere zeigt den mühsamen Weg bis zu unserem heutigen Dressur- und
Springsport.
Die Geschehnisse in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts können aus
zahlreichen Interviews und eigenem Erleben wiedergegeben werden.
Kontrovers diskutierte Themen wie der enge Hals, die
Rollkur/Hyperflexion und die Suche nach dem optimalen Richtverfahren bei
Dressurprüfungen kommen zur Sprache.
Die Entwicklung verschiedener Springstile und Ausbildungsmethoden und
deren Einfluss auf das Reiten im Parcours werden ausführlich
geschildert, ebenso der Wandel in der Parcoursgestaltung.
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